Referenzen - Museen: Temperiersystem zur Klimastabilisierung museal genutzter Räume

Einsatz der cuprotec®-Wandheizung für die klimastabilisierende Temperierung
des Landesmuseum Münster.


Museum Münster
Projekt: Proj.-Nr. 95/1697
Umbau Landesmuseum Münster
48133 Münster
Bauherren: Landschaftsverband Westfalen-Lippe
48133 Münster
Planung: Ingenieurbüro Gerhard Kahlert
Hauptstraße 87
45721 Haltern
Tel. 02364 / 4781
Ausführung: Firma Niehaves
Vorsorgungstechnik GmbH
Eschstraße 14
46342 Velen
Tel. 02863/1679
Einsatzart: Geschlossenes System mit doppeltem Luftkanal:
Fermacell Ausbauplatten 2-lagig.
Fertigstellung: 1996
  1. Situation:
    Der seit dem 2. Weltkrieg nur halbherzigen Sanierung mit vielen unzulänglichen Kompromissen ließ bauliche Mängel immer offensichtlicher werden.
    Neben der unmodernen Museumstechnik war insbesondere die Standfestigkeit der Deckenkonstruktion und Stützen im Lichthof des unter Denkmalschutz stehenden Altbaus nicht mehr gewährleistet. Ein Gutachten kam zu dem Urteil das das Gebäude statisch nicht mehr nachweisbar sei.
    Zunächst musste vorrangig die konstruktive Sicherheit wiederhergestellt werden.

  2. Museumsgerechte Wände: Museum Münster - Flur
    Bei der Gestaltung und Konstruktion der Decken und Wände stand die museumsgerechte Funktionalität im Vordergrund.
    Neben temperierenden Eigenschaften wird eine klimastabilisierende Wirkung von den eingesetzten Systemen erwartet. Entscheidendes Kriterium ist die Dämpfung von Schwankungen des Luftfeuchtegehaltes sowie die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Schwankungsbandbreite. Schwellen- werte und Schwankungsbandbreiten werden unter konservatorischen Gesichtspunkten in Abhängigkeit von den zu lagernden Gütern und Exponaten festgelegt.
    Einhergehend mit der gleichmäßigen Feuchtigkeitsverteilung im klimastabilisierten Raum ist eine gleichmäßige Temperaturverteilung erforderlich. Thermische Spannungen und Spannungen infolge ungleichmäßiger Feuchtigkeitsverteilungen an den lagernden und ausgestellten Objekten sind durch entsprechende Temperiertechniken zu verhindern. Die Vermeidung von thermischen Luftbewegungen (Konvektion) führt zu einer Reduktion der Staubbelastung der Raumluft, Energietransporte durch die Raumluft sind daher weitgehend zu vermeiden.
    Die Außenwände wurden mit einer zweiten beheizten Wandschale versehen. Dabei sorgt die in den Hohlräumen zwischen den Wandschalen zirkulierende temperierte Luft für gleichmäßige Wärmestrahlung. Die in diesem Objekt verwendeten Fermacell Gipsfaserplatten für die zweite Wandschale und die leichten Innenwände tragen zu dem angenehmen Raumklima bei.

  3. Funktions- und Wirkungsweise: Detailzeichnung
    Unterschiedliche Oberflächentemperaturen der Raumumfassungsflächen provozieren über die erzeugten thermischen Luftbewegungen unterschiedliche Temperatur- und damit Raumluftfeuchtigkeitsverteilungen.
    Die Neutralisation der thermischen Belastungen (kühlend oder erwärmend) auf den betrachteten Raum erfolgt über die Kombination von Hochwertiger Wärmedämmung, mit der Temperierung kühlender Umfassungsflächen. Der Wärmebedarf einer Fläche wird direkt am Entstehungsort gedeckt, Außenwandtemperierung über cuprotec® -Wandheizung, eine Fußbodentemperierung kann zusätzlich über eine Kupferrohr-Fußbodenheizung erfolgen. Die umfassende Temperierung der Außenflächen bewirkt eine weitgehende Neutralisation äußerer klimatischer Einflüsse, die Temperaturverteilung und der Feuchtegehalt der Raumluft sind gleichförmig und weisen nur geringste Schwankungen auf.
    Die Regelung des Systems erfolgt zur Dämpfung der Schwankungen des Luftfeuchtegehaltes über die Vorlauftemperatur der Heizleistung.

    Bei der Projektierung Ihrer Bauvorhaben sind wir Ihnen gerne behilflich, bitte übersenden Sie uns ganz unverbindlich Ihre Planungsunterlagen.



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